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Schwarz auf Weiß

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17.02.2020Odenwaldkreis: Neue Chance dank „Job on Top“

Kommunales Job-Center und Bildungswerk der Wirtschaft ebnen Weg in Berufswelt

Hat dank „Job on Top“ eine sinnvolle Arbeit gefunden: Alexander Petri vor einem Lieferwagen der Bäckerei Fröhlich, mit dem er Backwaren ausfährt. Foto Helmut Willand, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft

„Job on Top" nennt sich eine Maßnahme des Kommunalen Job-Centers des Odenwaldkreises, die mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. umgesetzt wird, und durch die Langzeitarbeitslose aus der Mini-Job-Falle geführt werden sollen. Ziel ist es, durch individuelle Gespräche mit Arbeitgebern zu erreichen, dass bereits bestehende geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten mit einem möglichst bedarfsdeckenden Einkommen umgewandelt werden. Ist dies beim jetzigen Arbeitgeber nicht möglich, werden Alternativen gesucht.

Für den Michelstädter Alexander Petri war die Maßnahme ein Glücksfall: Er arbeitet seit Herbst vergangenen Jahres bei der Erbacher Traditionsbäckerei Fröhlich als Ausfahrer. „Meine Gewohnheit, morgens besonders früh aufzustehen, kann ich bestens für meine neue Berufstätigkeit nutzen", schildert er lächelnd. Bereits um 5 Uhr beginnt seine Arbeit in Erbach mit der Beladung des Lieferwagens mit frischen Backwaren. Wenn er die vielen Kisten sicher verstaut hat, beliefert er reihum Fröhlich-Filialen und nimmt übrig Gebliebenes vom Vortag wieder mit.

Da er dabei immer sehr zuverlässig und freundlich ist, lobt ihn Hülya Mert aus dem Fröhlich-Team in höchsten Tönen. „Ich bin sehr zufrieden und dankbar dafür, in meinem Alter mit knapp über 60 Jahren noch einmal eine so positive Beschäftigungschance erhalten zu haben", sagt Petri.

Daran konnte er bis vor gut einem halben Jahr gar nicht mehr so richtig glauben. Aus gesund-heit¬lichen Gründen konnte er seiner Arbeit als Produktionsarbeiter nicht mehr nachgehen und betreute nach mehreren Gelegenheitsjobs zuletzt nur noch stundenweise einen 93-jährigen Michelstädter Bürger. Er übernahm für den sehr betagten Ruheständler Fahrdienste und erledigte für ihn verschiedenste Besorgungen. Ansonsten hatte er zwar viel Zeit, um sich seinen Enkelkindern zu widmen, das alleine füllte ihn aber nicht aus. Er wollte unbedingt wieder einer geordneten, umfangreicheren Arbeit nachgehen.

Um seine berufliche Situation zu verbessern, meldete ihn das für ihn zuständige Kommunale Jobcenter des Odenwaldkreises beim Bildungswerk an. Zunächst war er integriert in die Maßnahme „Restart", die Menschen nach längerer Beschäftigungslosigkeit durch intensive, tägliche Betreuung wieder fit macht für das Erwerbsleben.

Nach dieser Grundqualifizierung konnte Alexander Petri von „Job on Top" profitieren. An seiner persönlichen und beruflichen Situation ausge¬richtet, wurde der Qualifizierungsbedarf ermittelt; es wurden berufliche Alternativen entwickelt, Bewerbungsunterlagen erstellt und potentielle Arbeitgeber angesprochen. In der alten Koziolfabrik gegenüber dem Michelstädter Bahnhof fand eine Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen statt. Für Alexander Petri waren relevante Themen der Kündigungs- und Arbeitsschutz und auch das Mindestlohngesetz.

Durch die intensive, eng mit den Fallmanagern des Kommunalen Job-Centers verzahnte Unterstützung entwickelte er neues Selbstvertrauen und knüpfte voller Elan Kontakt zur Bäckerei Fröhlich. „Für mich", sagt er erleichtert, „war das Ziel erreicht, eine sinnvolle und sozial¬versi¬cherungs¬pflichtige Arbeit mit höherem Lohn zu bekommen".

Hintergrund:
Das Kommunale Job-Center Odenwaldkreis beauftragt regelmäßig nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) anerkannte Träger mit der Durchführung von Maßnahmen für Kunden aus dem Rechtskreis der Grundsicherung für Arbeitsuchende und arbeitet dabei sehr eng und konstruktiv mit den regionalen und überregionalen Beteiligten des örtlichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zusammen.


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