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Schwarz auf Weiß

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13.01.2020Main-Kinzig-Kreis: Hanauer Unternehmen mit Integrationspreis ausgezeichnet

Staatssekretärin prämiert Hanauer Unternehmen

(v.l.) Suzanne Seibel, Elke Hant, Gina B.

Im Dezember 2019 lud das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) nach Wetzlar ein, um dort drei vorbildhafte Unternehmen auszuzeichnen, die für Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz geschaffen hatten. Der Landespreis für beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen ist mit jeweils 3000 Euro dotiert. Unter den Prämierten ist auch Suzanne Seibel, Leiterin des Wilhelmsbader Hofes in Hanau – einer Staatsdomäne mit Tierhaltung, angeschlossener Brauerei und Gastronomie.

Im dortigen Restaurant „Wilhelmsbader Hof Küche" arbeitet Gina B. als Hilfskraft. Sie war zuvor viele Jahre in einer Behindertenwerkstatt tätig. Für die beeinträchtigte Frau, war es ein steiniger Weg in die reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Dieser Schritt wäre ohne die Hartnäckigkeit von Gina B., einem Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern sowie natürlich einer aufgeschlossenen und verständnisvollen Arbeitgeberin und deren hilfsbereiten Mitarbeitern nicht gelungen. Anne Janz, hessische Staatssekretärin für Soziales und Integration, lobte diese Aspekte in ihrer Laudatio besonders. Inzwischen steht Gina B. weitestgehend auf eigenen Beinen. Sie ist aus einer betreuten Wohngruppe ausgezogen und lebt seit Jahren in ihrer eigenen Wohnung. Das große Ziel, den Weg aus der Werkstatt zu schaffen, um eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufzunehmen, hat sie erreicht. Darauf ist sie sehr stolz und wünscht auch anderen behinderten Menschen die gleiche intensive Begleitung.

Eine derjenigen, die diesen Erfolg bereitet haben, ist Elke Hant. Sie ist Mitarbeiterin der Fachstelle Berufliche Teilhabe im Kommunalen Center für Arbeit (KCA), dem Jobcenter des Main-Kinzig-Kreises. Elke Hant kennt und begleitet Gina B. seit vielen Jahren privat. „Es galt zahlreiche Herausforderungen zu lösen, Fördermittel zu beantragen und die gesetzliche Betreuung neu zu regeln", erklärt Hant, die auf Wunsch von Suzanne Seibel und Gina B. ebenfalls an der Feierstunde teilnahm. Arbeitgeberin Seibel nutzte die Gelegenheit nicht nur, um in Wetzlar mit vielen Entscheidern aus Politik und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen, sie dankte auch Elke Hant, stellvertretend für ein ganzes Team aus Helferinnen, für deren unermüdlichen und langjährigen Einsatz.

„Das private und berufliche soziale Engagement unserer Mitarbeiterinnen erfüllt uns mit Stolz", so Michael Krumbe, Vorstand des KCA-Jobcenters. Dieses gehe im vorliegenden Fall über Rechtskreis-Grenzen hinaus. „Wir wollen Menschen so umfassend und wirkungsvoll fördern wie möglich – das ist unsere Priorität." Im Übrigen sehe er für eine bürgernahe und moderne Verwaltung den Trend darin, zuständigkeitsübergreifend zu agieren. So gebe es aktuell diesbezüglich eine Reihe vielversprechender Initiativen bei den kommunalen Spitzenverbänden, beispielsweise dem Hessischen Landkreistag. „Hilfe aus einer Hand im Interesse der Betroffenen – diese Philosophie hat im Main-Kinzig-Kreis Tradition."

Bild: Die integrative Band der Lebenshilfe untermalte das Programm musikalisch

 


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