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12.11.2020MKK: Monatsmeldung Oktober 2020 – KCA-Jobcenter vernetzt sich weiter für effektiven Opferschutz

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Corona lässt häusliche Gewalt hochschnellen – „Frühe Hilfen“ für Betroffene

Yasmin Schilling, Beauftragte für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt (BCA) im Kommunalen Center für Arbeit (KCA).

„Frühe Hilfen in Hessen" bezeichnet ein Bündel von lokalen Netzwerken und regional koordinierten Unterstützern, welches ursprünglich auf eine Bundesinitiative zurückgeht und seit 2012 vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) implementiert wird. Im Fokus stehen insbesondere Familien, die sich belastet fühlen oder in einer schwierigen Lebenssituation befinden und die von einer breiten Palette an Hilfs- und Präventionsangeboten profitieren. Yasmin Schilling ist seit dem 1. September 2020 Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) im Kommunalen Center für Arbeit (KCA). In dieser Funktion ist sie wichtiger Multiplikator und nimmt regelmäßig an den örtlichen Treffen von „Frühe Hilfen" im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau teil. Sie ist die erste Anlaufstelle für Menschen – in der Regel Frauen – die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beziehen und Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden. „Die Entwicklung während der anhaltenden Corona-Krise ist sehr besorgniserregend", stellt Schilling fest. So seien Kindeswohlgefährdung und häusliche Gewalt alarmierend angestiegen, meint Schilling, und verweist dazu unter anderem auf eine Studie der Technischen Universität München.

„Leider ist das sozioökonomische Umfeld vieler Klientinnen und Klienten ungünstig und das Risiko für solche Konflikte und Verwerfungen überdurchschnittlich hoch", betont Beate Langhammer, Vorstandsvorsitzende des KCA. Der Kurs des Kommunalen Jobcenters sei es daher, Betroffene schnell, unbürokratisch und vor allem Institutionen-übergreifend zu unterstützen. „Wenn sich Betroffene an uns wenden, dann dürfen wir nicht lange nach Zuständigkeiten oder Dienstwegen fragen, sondern müssen schnell und wirksam helfen – hierzu sind Netzwerke wie „Frühe Hilfen" extrem wertvoll", führt Langhammer fort. Dabei stünden viele Beratungsstellen aufgrund des aktuellen Teil-Lockdowns vor erheblichen Schwierigkeiten. „Aufsuchende Beratung und persönliche Gespräche sind im Moment kaum möglich, vieles muss über digitale Kanäle oder telefonisch laufen", weiß Schilling. Das sei vor allem für Frauen mit Migrationshintergrund eine große Hürde. „Wenn mangelnde Mediennutzungskompetenz und fehlende Sprachkenntnisse zusammenkommen, wird es sehr schwierig". Daher sei es entscheidend, die wichtigsten Informationen gut zugänglich zu machen. Das KCA ergänzt aus diesem Grund seine Corona-Sonderseite um eine detaillierte Aufstellung unterschiedlicher Anlaufstellen, Beratungsinstanzen und Hilfsangebote.

Grit Ciani, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte für den Main-Kinzig-Kreis, begrüßt das Engagement des KCA-Jobcenters. „Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Bündnis in unserer Region. So werden zum Beispiel die Frauenhäuser in Wächtersbach und Hanau vom Main-Kinzig- Kreis gerade in der jetzigen Pandemiesituation in besonders verstärkter Weise unterstützt. Im engen Austausch können wir auf aktuelle Bedarfe mit Blick auf die Mütter und ihre Kinder wirksam reagieren., so Ciani. „Neben aktuellen Informationen auf dem Familienportal des Kreises „Mit Kind und Kegel" ist das KCA hierbei eine wichtige Säule, denn an kaum einer anderen Stelle ist der Kontakt zu Familien in angespannter sozialer und wirtschaftlicher Lage so intensiv wie dort".

Aktueller Überblick

Die Quote der Arbeitslosen nach dem SGB II liegt im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,2 Prozent. Das entspricht im Oktober 2020 exakt 7.346 Arbeitslosen im MKK. Die Anzahl der Leistungsbezieher nach dem SGB II betrug in diesem Zeitraum 25.084 Personen. Es gelang dem Jobcenter im Oktober 410 Arbeitsuchende in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Zahl der Neuanträge lag bei 509. Im gleichen Zeitfenster nahmen 910 Klientinnen und Klienten des KCA-Jobcenters an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung teil. Die Bandbreite dieser Maßnahmen ist sehr weit und reicht von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu arbeitsmarkt-nahen Qualifizierungen. Zusätzliche Informationen können Sie der beigefügten Übersicht entnehmen.


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(v.l.) Anke Kasseckert, Zentrales Belegungsmanagement APZ, Erika Kollmann, Koordination Arbeitsmarkt- und Integrationsprojekte KCA, Sanja Kovac und Robert Steingrübner, stellvertretender Geschäftsführer APZ

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