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Schwarz auf Weiß

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08.04.2019Odenwaldkreis: Bedarf an qualifizierten Fachkräften auch im Einzelhandel

Mitarbeiter des Kommunales Job-Centers Odenwaldkreis sprechen mit Eigentümer von EDEKA GUNKEL über Herausforderungen bei der Stellenbesetzung

Für sein umfangreiches Sortiment sucht Holger Gunkel, Eigentümer des EDEKA-Marktes in Erbach, (rechts im Bild) regelmäßig Fachpersonal. Er sprach drüber mit Vertretern des Kommunalen Job-Centers sowie der InA gGmbH und Michael Vetter, dem Kreisbeigeordneter für Arbeit und Soziale Sicherung. Foto: Jana Brendel / InA gGmbH

Der Mitarbeiterbedarf, Ausbildungsangebote und die Unterstützungsmöglichkeiten durch das Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis (KJC) waren Hauptthemen beim gemeinsamen Treffen von Vertretern des KJC und der InA gGmbH (Integration in Arbeit), dem Beigeordneten für Arbeit und Soziale Sicherung des Odenwaldkreises, Michael Vetter, und Holger Gunkel, dem Eigentümer des EDEKA-Marktes in Erbach.

Auf einer Fläche von mehr als 1.800 Quadratmetern bietet das Einzelhandelsunternehmen seiner Kundschaft rund 18.000 Artikel zum Kauf an, darunter auch viele regionale Produkte. Aktuell 58 Mitarbeiter sorgen dabei für die Zufriedenheit der Kunden. Viele der Mitarbeiter gehören bereits seit mehr als zehn Jahren zum Stammpersonal. Dabei spielen Herkunft und Nationalität der Mitarbeiter keine Rolle.

Um die Qualität bei der Beratung und im Verkauf auch weiterhin aufrecht zu erhalten, setzt sich das Unternehmen unter anderem für die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs im Einzelhandel ein. Doch genau dies stellt nicht nur Eigentümer Holger Gunkel oftmals vor eine Herausforderung.

Für viele Jugendliche sind das Image des Berufsstandes und vor allem die Arbeitszeiten im Einzelhandel wenig attraktiv. Dabei werden gerade Fachkräfte, beispielsweise für die Obst- und Gemüseabteilungen oder den Verkauf von Fleisch- und Molkereiprodukten, händeringend gesucht. Aufgabenfelder in denen Beratungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein gefragt sind und sehr gute Arbeitsmarktperspektiven bestehen.

Aus ihrer langjährigen Erfahrung wissen sowohl Holger Gunkel als auch die Teamleiter des Kommunalen Job-Centers, dass sich der Übergang von der Schule ins Berufsleben immer schwieriger gestaltet. „Viele Jugendliche haben keine oder falsche Vorstellungen, was eine Ausbildung bedeutet und welchen Beruf sie wählen sollen.“, so Gunkel. Dabei besteht auch in seinem Unternehmen die Möglichkeit, bei einem Praktikum die Aufgaben im Einzelhandel kennenzulernen. Schülerpraktika werden regelmäßig angeboten.

Das Kommunale Job-Center unterstützt seine jungen Kunden, die Leistungen Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) erhalten, ebenfalls intensiv beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Langzeitpraktika und Einstiegsqualifizierungen können beispielsweise durch das Kommunale Job-Center gefördert oder Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen angeboten werden.

Michael Vetter, Kreisbeigeordneter für Arbeit und Soziale Sicherung, kennt die Probleme, vor denen Arbeitgeber stehen und sieht ebenfalls die Wichtigkeit der Ausbildung von Fachkräften in den Unternehmen. „Man muss dranbleiben, auch wenn es nicht leicht ist, und bei der Suche nach geeignetem Personal verschiedene Wege gehen.“, so Vetter.

So macht sich das Kommunale Job-Center auch für junge Mütter oder Väter, die eine Ausbildung suchen, stark und versucht Arbeitgeber für das Modell der Teilzeitausbildung zu begeistern. Oftmals hat diese Zielgruppe eine sehr hohe Motivation die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, ist gut organisiert und strukturiert. Vielleicht kann dieses Model auch im Einzelhandel zur Verbesserung des Fachkräftemangels beitragen und der Nachfrage nach Auszubildenden entgegenkommen.


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