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26.10.2016Odenwaldkreis: Job-Center reagiert auf Bedarf - Neue Maßnahme unter dem Titel „Perspektive“

Bei der Unterstützung zur Integration in Arbeit setzen die Fachkräfte des Kreises auch auf die Bereitschaft zum Mitwirken

Den Auftrag, eine neue Maßnahme unter dem Titel „Perspektive“ vorzunehmen, hat dieser Tage das Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises an die F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH vergeben. Dabei soll es darum gehen, die Bereitschaft Arbeitsloser zum Mitwirken zu stärken, persönliche Situationen zu analysieren und Ziele auszuarbeiten, langfristig die Integration in Arbeit unterstützen. Das Vorhaben ist in seiner Zielsetzung neu und wurde in dieser Form erstmalig vom KJC konzipiert und ausgeschrieben, nachdem dessen Fachkräfte teamübergreifend Bedarf hierfür gemeldet hatten.

Das Job-Center erhofft sich mit der Umsetzung des Projekts den langfristigen Auf- und Ausbau der Bereitschaft zur Zusammenarbeit und ein intensiveres Überdenken der persönlichen Ausgangssituation seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Grundlage für ein gedeihliches Miteinander.

Dies bringt eine komplexe Aufgabe mit sich: Zu betrachten und zu berücksichtigen bleibt die individuelle Lage der Betroffenen. Vielen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die der Maßnahme „Perspektive“ zugewiesen sind, fehlen eine gewisse Tagesstruktur und der nötige Ansporn, um beispielweise regelmäßig Termine wahrzunehmen. Dies verhindert nicht nur die konstruktive Zusammenarbeit mit den Vermittlungscoaches des KJC. Es erschwert zudem den perspektivischen Einstieg ins Berufsleben. Deshalb sieht man den Schwerpunkt der Arbeit auch in größerer Kontaktdichte mit dem Ziel, den Teilnehmern eine konkrete Tagesgliederung vorzugeben und die Bedeutung von Verlässlichkeit und Termintreue zu vermitteln.

In der vorerst auf ein Jahr angelegten, die KJC-Kunden bis zu sechs Monate begleitenden Maßnahme, werden auch gemeinsam Themen besprochen, mit denen sich die zur Zielgruppe gehörenden Menschen konfrontiert sehen. So stehen Workshop-Angebote wie der Umgang mit Verschuldung oder Gesundheitsfragen auf der Agenda. Eine überschaubare Gruppengröße von höchstens zehn Teilnehmern soll die zielführende Herangehensweise unterstützen.

„Wir haben den Anspruch, mit kreativen Ansätzen und frei in der Gestaltung an unsere Aufgabe heranzugehen. Dies gibt uns die Möglichkeit, ganz individuell auf die Teilnehmer zuzugehen und mögliche Einzelproblematiken, die ein bestimmtes Verhalten bedingen, konstruktiv zu lösen“, erklärt dazu Ursula Schmidt, Geschäftsstellen- und Ausbildungsleiterin bei der F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH.

„Wir sehen sehr viel Potenzial in den Teilnehmern, die wir für diese Maßnahme empfehlen. Dieses Potenzial soll nicht verloren gehen. Manchmal braucht es deshalb etwas Nachdruck und Hilfe bei der Strukturierung des Alltags. Durch das Projekt hoffen wir, unsere Kunden so weit zu motivieren und zu stabilisieren, dass sie sich im nächsten Schritt durch anschließende Maßnahmen oder die Aufnahme von Praktika für den Berufseinstieg qualifizieren“, beschreibt Ulrike Schlegel, Teamleiterin U 25 im KJC und für die Maßnahme verantwortlich, das „Perspektive“-Ziel.

Wer dazu nähere Informationen wünscht, erhält sie beim Kommunalen Job-Center des Odenwaldkreises in Erbach sowie bei der F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH. Ansprechpartner sind Ulrike Schlegel, Telefon 06062 70-1570, E-Mail u.schlegel@odenwaldkreis.de sowie-Hans-Adam Appel, Telefon 06061 9437-14, E-Mail hans-adam.appel@fuu.de.


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