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Schwarz auf Weiß

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28.10.2016Kreis Groß-Gerau: „First Step“: Der erste Schritt in den deutschen Arbeitsmarkt

Projekt hilft Geflüchteten

Dass sie wieder jeden Tag ein kleines bisschen mehr lachen kann, hätte Samah Marzuq vor einigen Monaten noch nicht geglaubt. Sie ist eine der Teilnehmerinnen von „First Step“. Dies ist ein Projekt der AVM gGmbH, das unter der Federführung des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau anerkannten Geflüchteten helfen, soll in Deutschland eine Arbeit zu finden. Ziel ist es, dass die Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen können, denn viele haben in ihrem Heimatland einen Beruf gelernt oder ein Studium abgeschlossen.

Samah Mazuq hat in ihrer Heimat Syrien ihr Betriebswirtschafts-Studium abgebrochen und ist vor dem Krieg geflohen. Sie ist Palästinenserin und staatenlos. Seit Sommer 2015 ist sie in Deutschland und möchte dort unbedingt ihr Studium fortführen und einen guten Abschluss machen.

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer freut sich über das Engagement der ehrgeizigen jungen Frau. Er betont die Bedeutung solcher Projekte, die die Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland fördern: „Es geht nicht nur darum, ein Dach über dem Kopf zu haben. Wir müssen uns darum kümmern, dass die Menschen, die zu uns kommen, die Sprache lernen und eine Ausbildung bekommen, damit sie bald auf eigenen Füßen stehen können.“

Viele Geflüchtete bringen sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung mit. Um allerdings in Deutschland arbeiten zu können und dem hiesigen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen, müssen diese Abschlüsse anerkannt werden. Nur: Wie soll man das bewerkstelligen, wenn einem Sprache, Behörden und Strukturen eines Landes noch fremd sind? Beim Projekt „First Step“ werden die Geflüchteten von Coaches begleitet, die ihnen zum Beispiel die notwendigen Informationen zur Anerkennung ihrer Abschlüsse geben oder zeigen, wie der Öffentliche Personennahverkehr in Deutschland funktioniert. So werden die Teilnehmer selbstständig mobil und können Behördengänge selbst absolvieren und zu Vorstellungsgesprächen fahren.

„Die teilnehmenden Flüchtlinge zeigen mehrheitlich ein hohes Maß an Motivation“, sagt Silvia Weber, Projektleitung bei der AVM gGmbH. „Besonders beeindruckt uns alle die Freundlichkeit, Höflichkeit und die sehr respektvolle Art, die uns diese Menschen entgegen bringen.“

Samah Mazuq dachte anfangs, das Projekt sei lediglich ein Sprachkurs. Bisher sprach sie Arabisch und Englisch. Inzwischen, sagt sie, lerne sie die deutsche Sprache automatisch nebenbei. Die Coaches und die Teilnehmer sehen sich täglich und sprechen viel. Die Geflüchteten erzählen auch von ihrem Alltag und ihren Problemenmit dem für sie neuen System „Deutschland“. Das Projekt bietet dann Hilfestellungen, gibt Einblicke in die deutsche Behördenstruktur, erklärt Grundlagen des SGB II und klärt auf, welche Rechten und Pflichten in Deutschland gelten.

Dies hilft den Geflüchteten, Fuß zu fassen und zu Recht zu kommen. Höchstes Ziel ist, dass die Flüchtlinge selbstständig in Deutschland leben können. Viele von ihnen wünschen sich ein eigenes Einkommen sowie eine eigene Wohnung. Samah möchte nach Beendigung des Projekts einen Integrationskurs besuchen und dann wieder an die Universität gehen.


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