Aktuelle Mitteilungen


Schwarz auf Weiß

Schwarz auf Weiß

02.09.2016Odenwaldkreis: "Mobiles Fallmanagement" unterstützt Vermittlungscoaches des Kommunalen Job-Centers

Odenwaldkreis geht unkonventionellen Weg zur Ansprache von Kunden – Zwei Mitarbeiterinnen im Kreisgebiet unterwegs

Für das „Mobile Fallmanagement“ des Kommunalen Job-Center (KJC) sind (von links) Melanie Giebenhain und Susanne Rippl unterwegs. Kreisbeigeordneter für Arbeit und Soziale Sicherung, Michael Vetter, und Abteilungsleiterin des KJC Sandra Schnellbacher ziehen eine positive Bilanz dieser unkonventionellen Maßnahmen. Foto: Jana Brendel / InA gGmbH

Seit fast einem Jahr geht man im Kommunalen Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises einen unkonventionellen Weg bei der Ansprache von Arbeitslosengeld-II-Beziehern und der Unterstützung der Vermittlungscoaches. Mit dem „Mobilen Fallmanagement“ wurde ein Instrument geschaffen, welches Pioniercharakter im Odenwaldkreis und über die Landesgrenzen hinaus hat. Ziel des „Mobilen Fallmanagements“ ist es, möglichst zeitnah Fragen der Arbeitsmarktintegration auch mit den Kunden zu besprechen, die aus verschiedenen Gründen nicht zum Kommunalen Job-Center nach Erbach kommen (können). Vor Ort werden offene Sachverhalte im Rahmen der Arbeitsmarkt-Integration geklärt, Stellenangebote ausgehändigt und Eingliederungsvereinbarungen geschlossen. Darum kümmern sich zwei extra beschäftigte Mitarbeiterinnen als „mobile Vermittlungscoaches“ in enger Abstimmung und im Auftrag ihrer Kollegen aus dem KJC.

„Wir werden immer dann aktiv, wenn Kunden wiederholt nicht zu Terminen erschienen sind und wir auch sonst keine Möglichkeit sehen mit ihnen in persönlichen Kontakt zu treten, um weitere Schritte zur Integration in Arbeit oder zum Erhalt von Leistungen nach dem SGB II zu besprechen. Oftmals ist auch die Aufenthaltssituation zu klären oder zu überprüfen, ob relevante medizinische Gründe vorliegen, die ein persönliches Erscheinen der Kunden im Kommunalen Job-Center unmöglich machen. Durch unseren Besuch können wir viele Fragen kurzfristig klären“, beschreibt Melanie Giebenhain ihre Arbeit als Vermittlungscoach im „Mobilen Fallmanagement“. Die gelernte Verwaltungsfachwirtin kann dabei auf mehrjährige Erfahrung als Fallmanagerin und Vermittlungscoach im KJC zurückgreifen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Rippl, die fachlich ebenfalls aus dem Umfeld des Kommunalen Job-Centers kommt und das Team seit Mai dieses Jahres verstärkt, entlastet sie damit nicht nur ihre Kollegen, sondern helfen auch Verstöße gegen Eingliederungsvereinbarungen aufzudecken und Leistungsansprüche gegenüber dem KJC zu überprüfen. „In unserer täglichen Arbeit sind wir dabei mit den unterschiedlichsten Personen und Situationen konfrontiert, was unseren Job einerseits sehr abwechslungsreich und spannend macht, andererseits aber auch ein hohes Maß an Beratungskompetenz, Sensibilität und sozialer Kompetenz erfordert“, erklärt Susanne Rippl.

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die meisten Kunden bei den Besuchen sehr offen mit den Mitarbeitern reden und in ihrer gewohnten Umgebung auch unangenehme Themen oftmals freier angesprochen werden können als in den Räumen des Kommunalen Job-Centers. Verschiedenste Beweggründe, beispielweise für versäumte Termine oder für bestimmte Verhaltensweisen, werden dabei für die Vermittlungscoaches des „Mobilen Fallmanagements“ plausibler und bieten zusätzliche Informationen, um Sachlagen genauer einschätzen und bei der Arbeitsmarktintegration noch zielführender unterstützen zu können. Und die Arbeit trägt Früchte: So führte das „Mobile Fallmanagement“ von Januar bis Juni 2016 bereits mehr als 250 Hausbesuche durch. In 24 Fällen kam es dabei zu Leistungseinstellungen und in fünf Fällen zu einer Arbeitsaufnahme in Vollzeit. Mit weiteren 73 Personen konnten auf diesem Weg Rechtsfolgenbelehrungen vorgenommen oder Eingliederungsvereinbarungen unterzeichnet werden. Dieses gute Ergebnis und die positiven Rückmeldungen seitens der Vermittlungscoachs, dass der Einsatz der Kollegen als echte Unterstützung wahrgenommen werde und die Mitwirkungsbereitschaft der Kunden erhöhe, sprechen für das Konzept.


24.04.2019
Odenwaldkreis: Erfolgreicher Studienabschluss beim Odenwaldkreis

Sophia Neuer (2. von links) ist stolz auf ihren Studienabschluss. Mit ihr freuen sich (v.l.n.r.) Britta Ziefle (Vorsitzende des Personalrats), Elena Roßnagel (Jugend- und Auszubildendenvertretung), Landrat Frank Matiaske, Petra Karg (Gleichstellungsbeauftragte des Odenwaldkreises) sowie Manfred Kaufmann (Leiter Personalamt). Foto: Saskia Hofmann

18.04.2019
Main-Kinzig-Kreis: Pacfort aus Niederdorfelden verstärkt sich dank KCA-Jobcenter


08.04.2019
Main-Kinzig-Kreis: Wächtersbach stellt syrischen Flüchtling im Bereich „Zentrale Dienste“ ein


08.04.2019
Odenwaldkreis: Bedarf an qualifizierten Fachkräften auch im Einzelhandel

Für sein umfangreiches Sortiment sucht Holger Gunkel, Eigentümer des EDEKA-Marktes in Erbach, (rechts im Bild) regelmäßig Fachpersonal. Er sprach drüber mit Vertretern des Kommunalen Job-Centers sowie der InA gGmbH und Michael Vetter, dem Kreisbeigeordneter für Arbeit und Soziale Sicherung. Foto: Jana Brendel / InA gGmbH

03.04.2019
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung März Schwerpunkt Altenpflege



powered by webEdition CMS