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Schwarz auf Weiß

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13.09.2013Main-Kinzig-Kreis: Damit das Leben junger Menschen gelingt

Ehemaliger Tätowierer betreut Jugendliche bei Don Bosco in SannerzDas Kommunale Center für Arbeit (KCA) kümmert sich im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises um Langzeitarbeitslose und erbringt Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch. Hinter dieser abstrakten Formulierung verbergen sich Männer und Frauen, die an dieser Stelle einen kleinen Einblick in ihre Lebensgeschichte erlauben


Ein Leben für die Jugend – dem verschrieb sich vor fast 200 Jahren der italienische Priester Don Bosco, Gründer des Salesianer-Ordens und pädagogischer Vorreiter. Seit knapp 60 Jahren wirken seine Nachfolger auch im Main-Kinzig-Kreis. Im Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sannerz leben derzeit 65 Jugendliche, die in ihrem ursprünglichen familiären und schulischen Umfeld ins Trudeln geraten sind. Sie erhalten hier die Chance den Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu absolvieren. Hinzu kommen noch weitere junge Menschen aus der Region, die ebenfalls die Einrichtung besuchen. Um den reibungslosen Ablauf kümmern sich rund um die Uhr 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einer von Ihnen ist Manfred Tetzlaff. Dass der Weg des gelernten Maschinenschlossers einmal in die Jugendhilfe führen würde, war nicht absehbar. Tetzlaff arbeitete die letzten fünfzehn Jahre als selbstständiger Tätowierer aber er war beruflich an einem toten Punkt angekommen: „Ich wollte raus aus dem alten Job und mich verändern“ so der 51jährige. Aufgrund seiner Selbstständigkeit hatte Tetzlaff keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I und lebte zunächst von seinen Ersparnissen, bis er dann für ein halbes Jahr beim KCA in Schlüchtern Leistungen nach dem SGB II bezog. Zu Don Bosco hatte der Steinauer schon vorher sporadischen Kontakt und aufgrund seiner Berufserfahrung in der Metallverarbeitung brachte Tetzlaff auch das fachliche Rüstzeug für die Arbeit in den Ausbildungswerkstätten mit. Trotzdem stand er vor einer großen Hürde: „Manfred war zwar hochmotiviert aber ihm fehlte jegliche Qualifikation als Erzieher“ bringt KCA-Fallmanager Marcel Isele das Problem auf den Punkt. Pater Christian Valhaus, Einrichtungsleiter in Sannerz, war trotzdem bereit, Tetzlaff eine Chance zu geben: „Zum einen arbeiten wir schon seit vielen Jahren vertrauensvoll mit dem KCA zusammen – deren Empfehlung hatte für uns also großes Gewicht. Zum anderen hat uns natürlich auch die Persönlichkeit und die Einsatzbereitschaft von Herrn Tetzlaff überzeugt.“ Der verfügt über die notwendigen Charaktereigenschaften, um sich bei der oft problematischen Klientel in Sannerz durchzusetzen. Dazu meint Tetzlaff: „Die Jungs sollen hier Spaß haben aber wenn es nötig ist, gibt’s dann auch eine klare Ansage.“ Um auch die pädagogische Qualifikation zu erlangen, legte er die Ausbildungseignerprüfung ab, die er in Wiesbaden als Jahrgangsbester abschloss. Wenn er genug praktische Erfahrung gesammelt hat, geht Tetzlaff im zweiten Schritt die Ausbildung zum Erzieher an – mit finanzieller Unterstützung durch das KCA. Für KCA-Vorstand Michael Krumbe eine lohnende Investition: „Mit diesem Mitteleinsatz schaffen wir die Grundlage für einen dauerhaften beruflichen Erfolg.“ „Danach können wir Herrn Tetzlaff flexibel in allen Bereichen einsetzen“ freut sich auch Vahlhaus, der seinen zuverlässigen Mitarbeiter schon jetzt nicht mehr missen möchte. Isele ergänzt: „Manfred war sich und uns gegenüber immer ehrlich, hat seine Situation realistisch eingeschätzt und tut alles dafür, seine Ziele zu verwirklichen.“


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