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Schwarz auf Weiß

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27.01.200911.000 Langzeitarbeitslose in vier Jahren vermittelt - Positive Bilanz der Optionskommune "Hersfeld-Rotenburg"

(Bad Hersfeld, 27. Januar 2009). 2.600 Menschen brachte die kommunale Vermittlung in Arbeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2008 wieder auf den ersten Arbeitsmarkt und schraubte damit das Gesamtergebnis in vier Jahren Optionskommune auf 11.000. "Das ist eine gute Bilanz", stellte Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Christa Bittner fest. Mehr noch freute sie, dass die Quote der Langzeitarbeitslosen trotz der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nochmals um 2,3 Prozent im vergangenen Jahr reduziert werden konnte.

"Die Jugendarbeitslosigkeit der unter 25jährigen ist im gleichen Zeitraum sogar um über 15,3 Prozent abgebaut worden", nennt sie einen weiteren Markstein des positiven Ergebnisses. Insgesamt gibt es im Landkreis 2.782 arbeitslose Leistungsbezieher von ALG II.

Kaum verändert hat sich hingegen die Zahl der Arbeitsuchenden. Hier finden sich auch die Personen, die noch die Schule besuchen, in einer Maßnahme qualifiziert werden, aufgrund ihrer Gesundheitssituation vorübergehend keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können oder auch aufgrund von Schulden oder Süchten zunächst intensiver flankierender Hilfen bedürfen. In dieser Gruppe werden auch alle Leistungsbezieherinnen und -bezieher erfasst, die nicht mindestens 15 Wochenstunden arbeiten oder aber einer Erwerbstätigkeit nachgehen, von der sie nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Insgesamt zählte die Optionskommunen am Ende des vergangenen Jahres 5.249 erwerbsfähige Hilfebedürftige in 3.755 Bedarfsgemeinschaften als Arbeitsuchende.

"Rückläufig ist die Zahl der Klienten, die zum Erwerbseinkommen "aufstockend" Arbeitslosengeld II-Leistungen erhalten, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Auf diese Problemstellung haben wir uns in der Kommunalen Vermittlung in Arbeit konzentriert. 2008 hatten wir zwar noch immer 1.548 "Aufstocker". Dies sind jedoch fast 130 Personen weniger als 2007", erklärt Christa Bittner. Dies hinge auch damit zusammen, dass im vergangenen Jahr mehr Familien mit zwei und mehr Kindern unter 15 Jahren aus der Hilfebedürftigkeit geführt werden konnten. Ihr Anteil ist um sechs Prozent gesunken.

Logistik weiterhin Erfolgsbranche

Wenn es um die Vermittlung in Arbeit geht, dann hat die Optionskommune zwei gute Ansprechpartner in der Region: die Logistikbranche und das Handwerk. Zurückgefallen seien hingegen die Zeitarbeitsfirmen, deren Branche noch 2007 die erfolgreichste war. Der starke Rückgang der Vermittlungen in Zeitarbeit unterstreiche die schwieriger werdende Lage auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Teilweise starke Zuwächse verzeichnen hingegen die Branchen Dienstleistung, Gastronomie, Gesundheit und Pflege sowie Logistik. Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze werden in der Zukunft neben der Logistikbranche besonders im Handwerk gesehen. Die Hoffnungen begründen sich auch auf die Konjunkturprogramme von Bund und Land. "Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage müssen wir aber davon ausgehen, dass unsere Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt das Maximum erreicht haben", befürchtet Sozialdezernentin Christa Bittner.

Keine Förderung benachteiligter Jugendlicher

Sowohl den Optionskommunen wie auch den Arbeitsgemeinschaften unter Beteiligung der Agenturen für Arbeit wurde die anerkannt sinnvolle - und erfolgreiche - finanzielle Förderung von Ausbildungsverhältnissen benachteiligter Jugendlicher endgültig vom Bund mit der Begründung untersagt: Ausbildung soll ausschließliche Angelegenheit der Wirtschaft sein. Allerdings wird zeitgleich den Agenturen für Arbeit ein Sonderprogramm "Ausbildungsbonus" gewährt, von dem die Optionskommunen und Arbeitsgemeinschaften jedoch ausgeschlossen sind. Gefördert werden konnten zuletzt nur noch Ausbildungsverhältnisse, zu welchen bereits rechtsverbindliche Zusagen erteilt waren.

Sehr schwierig werden daher selbst die langfristig ausgerichteten Maßnahmen für die jungen Leistungsbezieher im ALG II, wie etwa die Installation von so geannten "Job-Coaches" in den Schulen, zu halten sein. Solche innovativen und frühzeitig ansetzenden Maßnahmen können nur noch über kommunale Mittel und Projektförderungen finanziert werden. Es sei aber sinnvoll und richtig, jungen Menschen entschlossen unter die Arme zu greifen, um ihnen Perspektiven jenseits von dauernden Fürsorgeleistungen zu eröffnen, teil Sozialdezernentin Christa Bittner die Meinung des Präsidenten des Deutschen Landkreistages (DLT) Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz). Langfristig profitierten von den Fördermaßnahmen nicht nur die Heranwachsenden, sondern die ganze Gesellschaft.

222 "Ü50"-Langzeitarbeitslose vermittelt

Die Arbeitslosigkeit über 55-jähriger ist im Jahr 2008 insgesamt um drei Prozent gestiegen. Im Bereich der ALG I-Empfänger waren es 4,6 Prozent mehr im Dezembervergleich, im Bereich ALG II lediglich 2,2 Prozent. "Unsere Teilnahme am Bundesprogramm "50 plus" hat sich offensichtlich positiv ausgewirkt", freut sich Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner.

Seit Januar 2008 könne die Kommunale Vermittlung in Arbeit Landkreis Hersfeld-Rotenburg gemeinsam mit den ebenfalls optierenden Landkreisen Fulda und Vogelsberg weitere, speziell auf die Zielgruppe der über 50-jährigen ausgerichtete Vermittlungsbemühungen initiieren. Dabei wurden im Rahmen dieses Programms insgesamt 222 ältere Arbeitslose über 50 in den ersten Arbeitsmarkt integriert. 65 dieser Integrationen betrafen 400-€-Jobs, bei 150 dieser Integrationen dauert die vermittelte Beschäftigung bereits seit sechs Monaten und länger an. Damit konnten die gemeinsam mit den Kooperationspartnern gesetzten Ziele für 2008 optimal erfüllt werden.

Hinweis: Die Jahresbilanz 2008 "Arbeitslosengeld II Aktuell" der Kommunalen Vermittlung in Arbeit Landkreis Hersfeld-Rotenburg kann im Abschnitt "Statistik - Eigene Auswertungen" heruntergeladen werden.


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