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06.07.2006Gehörlose findet Job bei Malermeister

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Integration – Kreisagentur für Beschäftigung vermittelt behinderten Menschen

Die Kreise Main-Taunus, Hochtaunus und Main-Kinzig betreuen Langzeitarbeitslose
Selbst. In den Kreisen sind nach deren Angaben bisher 5.200 Erwerbslose in Jobs vermittelt worden.

VON TINA BORUSEWITSCH
DARMSTADT-DIEBURG „Wir kümmern uns um Menschen und bringen Menschen und Unternehmen zusammen“ lautet die Formel der Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die rund 130 Mitarbeiter zählende Agentur ist seit Januar 2005 als Eigenbetrieb des Kreises zuständig für die Gewährung der Grundsicherung und für die Vermittlung von Empfängern des Arbeitslosengeldes II.

Eine Besonderheit der Kreisagentur ist die von Betriebsleiterin Rosemarie Lück geschaffene Abteilung für die Vermittlung von Menschen mit Handicap, die bald zu einer Fachstelle ausgebaut werden soll. Während im Öffentlichen Dienst, zum Beispiel in der Kreisagentur, Behinderte bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden, scheuen sich viele Arbeitgeber, Menschen mit Behinderung einzustellen. Viele Betriebe bevorzugen Ausgleichszahlungen, um keine Behinderten einstellen zu müssen, die besonderen Kündigungsschutz genießen.

„Viele denken, Behinderte würden weniger arbeiten“, sagt Andrea Plumpe. Die Fallmanagerin ist Mitglied im Team der aktivierenden Hilfe, sie kümmert sich um die Arbeitsuchenden mit Handicap.  „Die Statistik besagt, Behinderte sind seltener krank als Nichtbehinderte“, berichtet Plumpe. Trotzdem: „Menschen mit Behinderung haben mehr Schwierigkeiten, Arbeit zu finden“, sagt Betriebsleiterin Lück.
Dabei müssten die Arbeitgeber einfach besser informiert werden, klagt Susanne Walter-Geiß. Die Reha-Beraterin ist ebenfalls Teil der aktivierenden Hilfe und zuständig für die (Wieder-) Eingliederung in die Berufswelt. Die KfB verfügt über verschiedene Möglichkeiten, die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zu fördern, beispielsweise durch Lohnkostenzuschüsse oder Mittel für einen Rollstuhl-gerechten Schreibtisch, eine Rampe oder Arbeitsassistenzen. Auch Praktika werden von der KfB bezahlt, weil so Vorurteile abgebaut werden können und sich Wege in die Unternehmen hinein öffnen, erzählt Walter-Geiß.
200 Kunden betreut Andrea Plumpe insgesamt. Im ersten Jahr konnten zehn bis zwölf vermittelt werden. Wie zum Beispiel eine gehörlose Frau: Sie fand Arbeit bei einem Malermeister, der auch Probleme mit dem Gehör hat und dessen Sohn die Gebärdensprache beherrscht. „Das läuft sehr gut“, freut sich Plumpe.
Andrea Plumpe selbst ist das beste Beispiel für gelungene Integration. Zu 100 Prozent behindert, sitzt die Fallmanagerin im Rollstuhl. „Die Kunden sehen, dass ich definitiv schwerer behindert bin und arbeite.“ Das beruhigt viele und gibt Hoffnung nach dem motto „Vielleicht schaffe ich das dann auch?“, meint die Vierzigjährige, die seit März 2005 für die KfB arbeitet.
Das primäre Ziel ist, „die Leute aus dem Bezug rauszubekommen“, fasst die Fallmanagerin zusammen. Besonders gefreut habe sie sich über die Vermittlung einer Autistin. Selbst der Vater der jungen Frau hatte es nicht für möglich gehalten, dass seine Tochter Arbeit finden könnte. In einem Ingenieurbüro kümmert sie sich unter anderem um die Post, 15 Stunden in der Woche. Das Arbeitsamt stellt in diesem Fall die Arbeitsausstattung, außerdem wurde eine Assistenz beantragt.


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